Arp-Schnitger-Orgel Golzwarden


"In Golzwarden (habe ich) die Orgel umgestellt und einige neue Stimmen in dieselbe gemacht. ... Weil ich in diesem Dorfe geboren und getauft bin, habe ich für dieses Werk nicht mehr genommen, als es mich selbst gekostet hat, nämlich 380 Reichsthaler."

(Arp Schnitger über seine Tätigkeit in Golzwarden)

 

Im Patromonialbuch der Golzwarder Kirchengemeinde von 1700 heißt es, Schnitger habe die vorfindliche Orgel:

 "also geändert, verbessert und vermehret, daß fast ein gantz Neu werck aus der Alten Orgel geworden ist."

 

Leider ist von dieser Schnitger-Orgel bis auf das Gehäuse nichts erhalten geblieben. Der Oldenburger Orgelbauer Johann Gerhard Schmid erbaute 1912 im alten Gehäuse eine neue "moderne" Orgel, die dann etwa 50 Jahre später durch ein neues Werk von Alfred Führer (Wilhelmshaven) ersetzt wurde.

"Es ist zu hoffen, dass in das Gehäuse Schnitgers ein adäquates Werk gebaut werden kann, das der Geschichte und der beeindruckenden Ausstattung der Kirche entspricht".

("Arp Schnitger und sein Werk", 2. Auflage 2013, S. 158)

 

Diese Hoffnung kann und soll Wirklichkeit werden.

Eine Rekonstruktion der Schnitger-Orgel ist nach Ansicht von Fachleuten dringend geboten, zumal orgelwissenschaftliche Erkenntnisse es erlauben, sich der Bauweise und dem Klang des Originals von 1698 weitgehend anzunähern.